Die Haut
Sie ist das größte und mit einem Sechstel des Körpergewichts
auch das schwerste Sinnesorgan des Menschen. Würde man die Haut eines Erwachsenen ausbreiten, entsteht eine Gesamtfläche von
1,5 - 2 m2.
Seelisches Befinden und allgemeiner Gesundheitszustand
beeinflussen das Aussehen der Haut. Jeder Mensch hat einen individuellen Hauttyp, der sich an Merkmalen wie der Hauttönung,
ihrer Beschaffenheit und auch ihren Falten charakterisieren lässt. Die unterschiedlichen Hauttypen erfordern eine spezifische Pflege.
In ihrer Funktion als Sinnesorgan nimmt die Haut Eindrücke wahr und leitet diese an das Gehirn weiter. Schmerz, Zärtlichkeit oder
Temperatur werden über feine Rezeptoren aufgenommen. Schon feinste Berührungen oder auch Schallwellen sind über die Haut fühlbar.
Redewendungen wie "unter die Haut
gehen" oder "eine dünne
Haut haben" verdeutlichen die hohe Sensibilität und Bedeutung des
Sinnesorgans Haut. Neben der Wahrnehmung fungiert die Haut als schützende Barriere
für schädigende Umwelteinflüsse und Verletzungen. Der Säureschutzmantel
der Haut bildet die Abwehr gegen Chemikalien, schädigende Bakterien und Pilze. Je nach Hautregion liegt der ph-Wert des Säureschutzmantels
bei 4,6 - 6,0, also im sauren Bereich.
Über ein komplexes System aus feinsten Blutgefäßen reguliert die Haut die Körpertemperatur. Steigt die
Temperatur, weiten sich die Blutgefäße und der Körper gibt Wärme ab.
Zusätzlich verliert der Mensch zur Wärme- und Feuchtigkeitsregulierung
über die Hautporen täglich rund einen halben Liter Wasser durch Schwitzen. Bei
sinkenden Temperaturen hingegen verengen sich die Blutgefäße und verhindern einen Wärmeaustritt.
BEWÄHRTES 3-SCHICHT-SYSTEM
Die Haut besteht aus drei Schichten: Ober-, Leder- und Unterhaut. Mit 0,1 Millimetern ist
die Oberhaut (Epidermis) die dünnste Schicht, die jedoch als Hornhaut an Händen oder
Füßen bis zu 5 Millimeter dick werden kann. Die Oberhaut bildet die schützende Schicht
des Körpers, ihre Zellen werden in einem etwa monatlichen Rhythmus erneuert, im Alter
verlängert sich dieser Zyklus.
Beim Vorstoß ins Innere des Körpers
stößt man auf die Lederhaut, die für die Hauternährung, die Immunabwehr und die
Sinneswahrnehmung zuständig ist. Glatt, faltenfrei oder ausgetrocknet wird in dieser
Schicht bestimmt. Ein Netzwerk aus unzähligen Nervenzellen, Blut- und Lymphgefäßen sowie
Schweiß- und Talgdrüsen befindet sich hier. Letztere besitzen die Fähigkeit, Fett und
Flüssigkeit zu speichern. Die dritte Schicht bildet das Fettgewebe der Unterhaut. In
diesem Bindegewebe befinden sich Fettzellen, die ebenfalls Fett und Flüssigkeit speichern.
Hier sammeln sich auch die Fettdepots, die von Mensch zu Mensch an anderen Stellen
abgelagert werden.
Fett, trocken oder normal
?
Ob man einen Hauttyp als fettig, trocken
oder normal bezeichnet ist abhängig von der Talgproduktion. Das von den Talgdrüsen produzierte
Fett hält die Haut geschmeidig. Hautfette sind in der Lage, Feuchtigkeit zu binden.
Die Fähigkeit, Talg zu bilden, verändert sich im Lebenszyklus. Während die Talgproduktion in
der Pubertät ihren Höhepunkt erreicht, nimmt sie mit zunehmendem Lebensalter beständig
ab, die Haut verliert an Elastizität. Männliche Hormone fördern, weibliche bremsen die Talgbildung.
Talgdrüsen sind unterschiedlich verteilt
auf die Körperstellen besonders viele finden sich z.B. an Stirn, Kinn, Nasenflügeln oder
im oberen Rückenbereich. Ein und derselbe Mensch kann sowohl normal gefettete als auch
trockene oder fettige Hautstellen haben.
Im idealen Gleichgewicht produziert die Haut
genau die richtige Menge an Fett und Feuchtigkeit, wie es bei Normalhaut der Fall ist.
Normale Haut ist feinporig und gut durchblutet. Bei Mischhaut kann es an Stirn oder Kinn zu glänzenden
Zone kommen.
Personen mit fettiger
Haut weisen diesen fettigen Glanz im ganzen Gesicht auf, die Haut ist großporig und neigt
häufig zu Hautunreinheiten und Entzündungen. Die Haut produziert zu viel Talg und Fettsäuren,
etwa doppelt so viel wie normale Haut. Fettige Haut entsteht z.B. durch ein hormonelles
Ungleichgewicht in der Pubertät, durch die Pille oder durch erbliche Veranlagung.
Trockene Haut hingegen kann Feuchtigkeit nicht binden,
der Säureschutzmantel der Haut ist aus dem Gleichgewicht geraten. Die Haut ist eher
feinporig, neigt zu Spannungsgefühl nach der Reinigung und zur vorzeitigen Faltenbildung.
Im Extremfall tritt eine dauerhafte Trockenheit verbunden mit einem unangenehmen Spannungsgefühl.
Nehmen Sie zur Bestimmung
Ihres Hauttyps unbedingt den RINGANA Hauttypentest zur Hilfe.
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