Lieben
Sie auch das Erlebnis sanft über die Haut gleitender, zart und
verführerisch duftender Cremes, die auch noch sofort einziehen und so
ein samtiges und frisches Hautgefühl hinterlassen?
Wer
macht sich da schon Gedanken, dass ..
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für
das 'sanfte Gleiten' in erster Linie flüchtige Silikonöle
(Erdölderivate, die sich mit dem Hauttalg zu einer hautfremden Substanz
verbinden und zu Wärmestau und Allergien führen können),
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für
den zarten und verführerischen Duft meist polyzyklische
Moschusverbindungen (die sich im Körper anreichern und im Tierversuch
krebserregend wirken) und
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für
das schnelle Einziehen und das frische Gefühl auf der Haut der hohe
Wasseranteil (der auf Dauer die Haut austrocknet) verantwortlich sind?
Unzählige
Hersteller von Pflegeprodukten preisen uns vollmundig Cremes, Lotionen
und Salben mit unglaublich tollen Wirkungen auf unsere Haut an.
Sie haben
sicherlich auch schon eine ganze Reihe davon ausprobiert, aber haben Sie
auch schon dauerhaft die versprochenen Wirkungen erlebt?
Um
sich künftig vor teueren Reinfällen zu schützen, sollten Sie sich die
nachstehenden Fakten in aller Ruhe durchlesen und für sich gewichten.
Einige Infos über unsere Haut
Die menschliche Haut besteht bekanntlich
aus mehreren Schichten. Laut Gesetz dürfen Kosmetika überhaupt nur in
der äußeren Hautschicht, der Oberhaut, wirksam werden.
Wenn
Ihnen also 'Tiefenwirkungen' versprochen werden, dann sollten Sie
es künftig besser wissen, denn bei der Wirkung von kosmetischen
Pflegeprodukten reden wir immer von der Wirkung auf die Oberhaut.
Die gesunde Haut hat einen ph-Wert von ca. 5,5, ist damit also schwach sauer. Nur kranke Haut, z.B.
Neurodermitis, hat einen basischen Wert. Der 'Säureschutzmantel'
unserer Haut macht auch Sinn, denn Pilze und Bakterien fühlen sich in
diesem ph-Bereich nicht wohl.
Ceramide sind die
Kittsubstanz zwischen den Hornzellen (Korneozyten) der äußeren
Hautschicht. Ein Mangel an Ceramiden ist stets ein Anzeichen für eine
Hauterkrankung, denn die Enzyme, die zur Bildung von Ceramiden
notwendig sind, können nur im sauren Bereich bebildet werden.
Sobald
diese Ceramide fehlen, kann die Feuchtigkeit aus der Haut
verdunsten und die Lipide (Fette) werden ausgelöst.
Die
Hornzellen, die in dachziegelartigen Schichten unsere äußerste
Schutzschicht bilden, sind also der Dreh- und Angelpunkt für eine
gesunde Haut, die frisch aussieht und sich gut anfühlt.
Leider
genügt schon ein simpler Waschvorgang mit Wasser, um die wasserbindenden
Substanzen aus den Hornzellen zu schwemmen. Dieser Effekt wird verstärkt
durch hohe Wasser- Temperaturen, lange Einwirkzeiten, Seifen-, Syndet-
oder Alkoholzusätze.
Wir
alle kennen es, nach dem Händewaschen fühlt sich unsere Haut unangenehm
ausgelaugt und trocken an und wir greifen zu einer Creme, um unserer Haut
wieder Fett und Feuchtigkeit zuzuführen.
Cremes sind ganz einfach
streichfähige Zubereitungen aus Fett und Wasser, die mit Emulgatoren
stabilisiert sind.
Da Wasser und Öl sich nur ungern verbinden, benötigt man diese Stoffe,
um die sowohl die "unpolaren" Fetteigenschaften wie die
"polaren" Eigenschaften des Wassers in einem Molekül
vereinigen. Sie sind die Mittler zwischen den ansonsten unmischbaren
Substanzen.
Der
wässrige Bestandteil soll der Haut Feuchtigkeit zuführen, der ölige
Anteil soll die Haut schützen und den natürlichen Fettfilm der Hornhaut
unterstützen sowie die Verdunstung des Wassers verhindern.
Zwei
ganz unterschiedliche Ansätze stehen zur Wahl, nämlich Wasser-in-Öl
beziehungsweise Öl-in-Wasser Emulsionen.
In der nebenstehenden
Bilderserie haben wir den Unterschied zwischen den beiden Creme-Arten in
einem ganz einfachen, jederzeit nachvollziehbaren, Versuch dokumentiert:
Unser kleiner 'Feldversuch' zeigt
den gravierenden Unterschied zwischen der Wirkungsweise von
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Wasser-in-Öl-Emulsionen (Cremes)
Öl-in-Wasser-Emulsionen (Cremes)
sowie die Wirkungsweise der jeweiligen Emulgatoren.
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Bild 1:
Eine Apotheken-Handcreme (Öl in Wasser) wird aufgetragen
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