So hilft letztlich doch nur der kritische Blick in das Kauderwelsch
der INCI-Liste. Vermeiden Sie wenn möglich Kosmetik mit folgende Inhaltstoffen:
Basisstoffe:
Mineral Oil, Petrolatum, Ceresin, Ozokerite, Mikrokristallines Wachs, Paraffinum liquidum, Silikone (alle Bezeichnungen mit „–cone“ wie „Dimethicone“).
Meist aus billigem Erdöl hergestellt sind diese Stoffe ein Ersatz für hochwertige pflanzliche Öle. Paraffine sind eine Sammelbezeichnung für unzählige künstliche Stoffe, darunter auch Vaseline, die breite Verwendung in Kosmetika und Arzneimitteln finden. Von einigen Paraffinen weiß man, dass sie sich in Leber, Niere und Lymphknoten anreichern können. Bei einem Paraffinwachs zeigten sich entzündliche Reaktionen der Herzklappen.
Emulgatoren:
Laureth, Pareth, Ceteareth und andere mit INCI-Bezeichnung auf „–eth“ (wie auch Polyethylenglykole, also PEG-Derivate und
Triethanolamine), z.B. Sodium Laureth Sulfate, PEG-3 Distearate oder Sodium C12-13 Pareth
Sulfate.
PEG/PEG-Derivate verbinden als Emulgatoren Wasser und Fett. Diese Stoffe können die Haut durchlässiger machen und Schadstoffe in den Körper einschleusen. In Salben werden sie eingesetzt, um die Bestandteile gleichmäßig zu mischen; in Shampoos dienen sie auch als
Tenside.
Konservierungsmittel:
Formaldehyde und –abspalter:
Methenamine, Sodium
Hydroxymethylglycinate, DMDM Hydantoin, Diazolidinyl Urea, Imidazolodinyl
Urea, Quaternium-15
(Formaldehyd ist ein krebsverdächtiger Stoff, der schon in geringen Mengen die Schleimhäute reizt, Allergien auslöst und die Haut schneller altern lässt.
Das zur Weltgesundheitsorganisation gehörende Internationale Krebsforschungsinstitut IARC (International Agency for Research on Cancer) stuft Formaldehyd jetzt als krebserregend für Menschen
ein, bisher galt der Stoff lediglich als "wahrscheinlich krebserregend".
Während die Formaldehydabspalter DMDM Hydantoin und Imidazolidinyl Urea weltweit ohne Warnhinweise in Kosmetikprodukten verwendet werden, entschied sich Japan für den Konsumentenschutz: Seit 2001 sind diese beiden Konservierungsmittel zwar auch in Japan zugelassen, aber nur in Produkten, welche nicht auf der Haut verbleiben
('Rinse off Produkte' wie Shampoos, Spülungen etc.).
Auch müssen in Japan Produkte mit diesen beiden Konservierungsstoffen einen Warnhinweis tragen:
'Nicht geeignet für Kinder und Personen welche auf Formaldehyd empfindlich reagieren'.)
Halorgenorganische Formaldehydabspalter:
5-Bromo-5-Nitro-1,3-Dioxane (Bronidox), 2-Bromo-2-Nitropropane-1,3-Diol
(Bronopol, Bronosol, Onyxide 500)
Halorgenorganische Konservierungsmittel:
Triclosan (Irgasan), Iodopropynyl Butylcarbamate,
Methylchloroisothiazolinone, Methyldibromo Glutaronitrile, Chloracetamide,
Dichlorphenyl-Imidazoldioxolan
Östrogenaktive Konservierungsstoffe:
Methylparaben, Ethylparaben, Propylparaben, Butylparaben,
Isopropylparaben, Isobutylparaben
(Östrogenaktive Stoffe stehen im Verdacht, die Entstehung von manchen Brust- und Gebärmutterkrebsarten zu begünstigen.
Eine Untersuchung von 215 Kosmetikprodukten ergab, dass 99% der für den Hautkontakt bestimmten Kosmetika Parabene enthalten.)
Weitere problematische Konservierungsmittel:
Methylisothiazolinone, Glutaraldehyde, Hexamidine Diisethionate,
Benzalkoniumchloride, Benzethoniumchloride
Duftstoffe: Evernia Prunastri), Baummos (Furfuracea), Isoeugenol, Cinnamal, Moschus Xylol, Moschus Keton, Tonalide (AHTN) oder Galaxolide
(HHCB)
Weitere Informationen über bedenkliche Kosmetik- Inhaltsstoffe haben
wir hier zusammengetragen > Kapitel 1
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