Bei der Perioralen Dermatitis handelt es sich um eine auf die Gesichtshaut beschränkte, chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die vorwiegend bei Frauen jüngeren und mittleren Alters auftritt. Von Laien wird sie oft als „Mundrose“ oder „Stewardessen-Krankheit“ bezeichnet.
Die genaue Krankheitsursache ist unklar, aber sehr wahrscheinlich handelt es sich um eine Intoleranzreaktion mit irritativer Kontaktdermatitis der Vellushaarfollikel.
Ausgelöst wird diese durch diverse Kosmetika bei individuell-empfindlicher Gesichtshaut (chronische Quellung und Überfeuchtung der Haut). Möglicherweise besteht auch eine vererbte Veranlagung (vor allem zu trockene Haut), die sich aber erst dann krankhaft äußert, wenn verschiedene Auslöser dazukommen: meistens Kosmetika (daher rührt die Bezeichnung "Stewardessen-Krankheit"), manchmal - und mitunter gleichzeitig - (fluorierte) Zahnpasten, Pilze, Bakterien, Sonnenlicht, die "Pille" oder zyklusbedingte Hormonschwankungen.
Sie ist eine zwar harmlose, kosmetisch jedoch sehr störende Krankheit, die auf geeignete Behandlung (Entzug der Cremes) ausgezeichnet anspricht.
In Untersuchungen zeigt sich immer wieder, dass die Hauterscheinungen keine allergischen Reaktionen darstellen, da mittels verschiedener Allergietests bei Mundrose-Kranken bisher keine immunologische Sensibilisierung nachgewiesen werden konnte.
Periorale Dermatitis ist nicht gefährlich und begünstigt die Entstehung anderer Hauterkrankungen nicht. Unbehandelt kann die Krankheit allerdings chronisch-rezidivierend werden und stellt für die Betroffenen dann ein ziemlich großes kosmetisches Problem dar.
Zudem können sich auf den entzündeten Hautstellen Pilze (Pilzerkrankungen) oder andere Keime ansiedeln.
Das auffälligste Symptom sind kleine, höchstens zwei Millimeter große, rötliche Knötchen (entzündliche Papeln), die um den Mund ("perioral") und an den Augenwinkeln besonders dicht stehen, wobei aber ein schmaler Rand direkt um das Lippenrot frei bleibt. Oft ist die gesamte Gesichtshaut etwas geschwollen und gerötet. Die Haut brennt und spannt. Viele Frauen bemerken ein stärker werden der Symptome unmittelbar vor der Monatsblutung.
Die Therapie der Mundrose wird von vielen Hautärzten als "Nulltherapie" bezeichnet: Sämtliche Kosmetika, Salben und Cremes müssen erst einmal abgesetzt werden.
Das ist mitunter nicht so einfach, zumal die Betroffenen oft das Gefühl haben, ohne die Anwendung einer Feuchtigkeitscreme spanne die Haut noch mehr.
In Wirklichkeit befinden sie sich bereits in einem Teufelskreis:
Das oftmalige Auftragen von Feuchtigkeitscremes lässt die äußerste Schicht der Haut, die Hornschicht, aufquellen. Dadurch wird die natürliche Barrierefunktion der Haut vermindert, Umweltreize irritieren die Haut um so mehr, das unangenehme Hautgefühl wird dadurch verstärkt, zudem können Keime leichter in die tieferen Hautschichten eindringen und Infektionen hervorrufen.
Wichtig ist deshalb, auf sämtliche Kosmetika zu verzichten, wobei dieser Verzicht schrittweise erfolgen
sollte. Höchstens wenn das Trockenheitsgefühl zu unangenehm wird, kann eine wirkstofffreie Salbengrundlage ganz dünn aufgetragen werden.
Medikamentös wird von Hautärzten oft zusätzlich lokal mit Erythromycin behandelt. Als systemische Therapie kommen auch Tetrazykline zum Einsatz zur Unterstützung der Remission und in schweren Fällen. Häufig angewandte Lokalkortikoide sind eher kontraproduktiv, da sie eine zusätzliche Barriereschädigung der Haut verursachen.
Ergänzende Maßnahmen
Das Gesicht sollte nur mit Wasser gewaschen werden und evtl. mit dem leichten RINGANA Cremekonzentrat 1 sparsam gecremt werden.
Wenn Sie gerne Make-up verwenden, empfehle ich Ihnen Mineral-Foundation, die aus reinen Mineralpigmenten besteht und die Haut nicht zusätzlich mit fettreicher Pflege belastet. Ein guter Anbieter ist z. B. Andrea Biedermann Mineral-Foundation, zu finden unter
www.mineral-puder.de
Dann allerdings muss das Gesicht natürlich abends abgereinigt werden. Dafür eignet sich die
RINGANA-Reinigungsmilch
- bitte vorsichtig auf der Haut verteilen und anschließend gründlich mit warmem Wasser abgewaschen wird. Die Haut sollte anschließend nur trockengetupft, nicht mit dem Handtuch abgerieben und
eventuell sparsam eingecremt werden.
In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle heilen die Hauterscheinungen allein schon durch den Verzicht auf
Kosmetika oder fluorierte Zahnpasten (Alternative: Zahnöl)
innerhalb weniger Wochen ab.
Wenn Sie unter perioraler Dermatitis leiden, wünsche ich Ihnen viel Geduld und vor allem Durchhaltevermögen, und sehr viel Erfolg beim Kampf gegen die Ursachen.
Wenn Sie Fragen haben, helfe ich gerne weiter!
Ihre

|
|
|