GERADE NACH DER WEIHNACHTSZEIT ÄHNELT DER KÖRPER
NUR ALLZU OFT EINER WOHLBEKANNTEN HERBSTFRUCHT.
DANN IST WOHL DIE ZEIT REIF, SICH DIE KILOS NICHT NUR IM KOPF HERUNTERZUSCHÜTTELN.
Wenn sich unser Körperumfang - besonders nach den Feiertagen - immer weiter
vom Idealmaß entfernt, beginnt irgendwann der ständige Kampf gegen das Übergewicht.
Unsere Figur ist dann nicht mehr ein rein kosmetisches Problem, sondern oft auch
Ursache für Herz-Kreislauferkrankungen, Zuckerkrankheit, Bluthochdruck und vieles
mehr.
Schlechte Kohlehydrate.
Gewichtsabnahme wird nach neuesten Erkenntnissen jedoch in ein völlig neues Licht
gerückt. Vereinfacht gesagt: Nicht die Kalorien allein machen dick, sondern ein ausgerasteter
Stoffwechsel, der die Fetteinlagerung ankurbelt. Und zwar ausgelöst durch „schlechte Kohlehydrate“.
So manche,
brandneue „Frauenzeitschriftendiät“ betrachtet den Körper allzu simpel als Ansammlung
von lauter Öfchen, die Brot und Butter, Wurst und Käse wie Heizöl verbrennen
und damit die Leibesmaschinerie am Laufen halten. Dieses schlichte Modell kann
jedoch nicht erklären, weswegen manche beneidenswerte Geschöpfe essen können wie
die „Scheunendrescher“ und trotzdem rank und schlank bleiben, anderen aber beim bloßen
Betrachten der Sahnetorte ein neuer Jahresring in der Körpermitte wächst.
Moderne Ernährungslehren stellen nun die Kohlehydrate in den Mittelpunkt. Diese werden
vom Körper in Zucker (Glukose) umgewandelt und provozieren die Bauchspeicheldrüse
zur Ausschüttung von Insulin, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Die Glukose
ist der Haupttreibstoff für unseren Organismus. Je mehr Glukose im Blut ist, desto
mehr Insulin wird ausgeschüttet. Dieses bewirkt unter anderem, dass die freien Fettsäuren
von den Zellen aufgenommen werden
und so als Depotfett gelagert werden können. Der erste Schritt zum „Wabbelbauch“.
Der zweite Schritt: Durch die Arbeit von Insulin kommt man rasch in sogenannten Unterzucker,
was Müdigkeit und Heißhunger zur Folge hat. Genau das ist der Grund, warum man nach einem ballaststoffreichen
Müsli am Morgen satt und energiegeladen ist, kurz nach dem Genuss von zwei Marmeladebrötchen
aber schon wieder der Magen knurrt. Ein Teufelskreis.
Kohlehydrate sind also nicht gleich Kohlehydrate. Sind sie hoch verarbeitet wie z.B.
weißer Zucker oder Weißmehl, wird mehr Insulin produziert als nach dem Genuss von
naturbelassenen Kohlehydraten wie z.B. eines Apfels oder eines Linsengerichts. Gemessen
wird dies anhand des glykämischen Indexes (Glyx). Je höher der glykämische
Index eines Lebensmittels, desto mehr Insulin wird ausgeschüttet, welches wiederum
die Depotfettspeicherung begünstigt. Der glykämische Index eines Nahrungsmittels ist
vom Stärke- und Ballaststoffgehalt abhängig.
Je naturbelassener und vollwertiger es ist, desto geringer ist auch meist sein glykämischer
Index. Zu den guten mit niedrigen Indexwerten zählen beispielsweise Soja und
Tomaten mit traumhaften 15 Indexpunkten, schlecht hingegen sind Kartoffeln (70), Kartoffelpürre
(90), Kartoffelchips (95) und Weißbrot (70 - 95).
Richtig abnehmen
Langfristig richtig abnehmen bedeutet, die falschen gegen die richtigen Ernährungsgewohnheiten
zu ersetzen, was heißt: Sinnvoll und kalorienreduziert zu schmausen - mit
besonderer Beachtung der Kohlehydrate - und das nicht nur für eine bestimmte Zeitspanne.
Moderate Gewichtsabnahme ist angesagt, ein Kilo pro Woche ist genug. Den
gefürchteten „Jojo-Effekt“ kennt man dann nur noch vom Hörensagen. Achten Sie
darauf, Nahrung mit hohem glykämischen Index nur sparsam zu sich zu nehmen und
nutzen Sie reichlich die wirksamsten
„Schlankmacher“, nämlich Ballaststoffe (z.B. Pack D-etary).
Schlank durch Ballaststoffe.
Ballaststoffe wirken dabei gleich doppelt. Faserstoffe vor einer Mahlzeit eingenommen
wirken wunderbar appetitsenkend, weil sie im Magen aufquellen. Zweitens wird anschließend
die gesamte Verstoffwechslung
verzögert, was die Insulinproduktion dämpft und somit den glykämischen Index jedes Lebensmittels
senkt. Die angenehme Nebenwirkung: Die Verdauung wird durch eine Verbesserung
der Darmmotorik und der Bakterienflora im Darm angeregt. Und zu guter Letzt wirken Ballaststoffe auch noch
cholesterinsenkend.
Motivation ist dabei alles. Das andere kommt dann von selbst: Eine schlankere
Figur, schönere Haut, bessere Stimmung, Energieschübe en suite.
Der glykämische Index (Glyx) ausgewählter Lebensmittel:
Lebensmittel mit niedrigem Glyx fördern die Gewichtsabnahme:
Obst & Gemüse: Frisches Gemüse (15), Gemüsesäfte (15), Pilze (15), Kirschen (25),
Grapefruits (25), frisches Obst (10 - 30), Linsen (30), Bohnen (30), frischer Fruchtsaft
(40). Milchprodukte: Naturjoghurt (15), Magermilch (30).
Brot & Getreide: Vollkornnudeln (30), Vollkornbrot (35 - 45), Vollkorn- bzw. Frischmüsli ohne Zucker
(40).
Süßes & Snacks: Nüsse (15 - 30), Fruchtzucker (20), Marmelade mit
Fruchtzucker (30).
Wer abnehmen will, sollte Lebensmittel mit einem Glyx über 50 nur selten konsumieren
und nicht noch mit fetthaltigen Lebensmitteln kombinieren:
Obst & Gemüse: Kürbis (75), Mais (70), Dörrobst (65), Wassermelone (65), Trauben
(65), Bananen (60). Getränke: Bier (110), zuckerhältige Getränke und Limonaden
(80 - 100).
Süßes & Snacks: Chips (95), Pommes frites (80), Zucker (75),
Honig (75), Weihnachtsbäckerei (70), Marmelade (60). Brot: Weißbrot (70 - 95),
Brezeln (85).
Getreide & Reis: Reis geschält (70), Nudeln (60), Cornflakes (85),
Popcorn (85), Müsli gezuckert (70), Weizenmehl (70).
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