DAS GEHEIMNIS VON STRAHLENDEM AUSSEHEN IST EINE GESUNDE HAUT. AKTUELLE UMWELTEINFLÜSSE WIE ETWA GERINGE LUFTFEUCHTIGKEIT IN GESCHLOSSENEN RÄUMEN DURCH KLIMAANLAGEN ODER ZENTRALHEIZUNG SOWIE ZUNEHMENDE SONNENAUFENTHALTE STRAPAZIEREN UNSERE HAUT JEDOCH STARK. ZUSEHENDS BEGINNT DIE HAUT FRÜHZEITIG ZU ALTERN.UM DIESE ENTWICKLUNG ZU BREMSEN, IST DIE RICHTIGE HAUTREINIGUNG UND –PFLEGE VON BESONDERER BEDEUTUNG.
Die Haut bildet einen Schutzschild zwischen unserem Körper und der Umwelt. Ihre wichtigste Aufgabe ist die Barrierefunktion gegen schädigende Umwelteinflüsse
wie Wind,Wasser, Bakterien, Pilze, Kälte und Staub sowie gegen die Sonne und ihre UV-Strahlung. Allerdings besitzt sie eine wertvolle Eigenschaft, die den
notwendigen Stoff- und Informationsaustausch mit der Außenwelt ermöglicht – die Haut ist halbdurchlässig. Bestimmte Stoffe können so den Körper über die
Haut nach außen verlassen, andere wiederum können eindringen.
Der Säureschutzmantel sorgt dafür, dass dieser Austausch in kontrollierten Bahnen abläuft. So wird jener dünne Wasser-Fett-Film bezeichnet, der auf der obersten
Zellschicht der Epidermis- der sogenannten Hornhaut – liegt.
Der Säureschutzmantel wird aus Schweiß, Talg und Abbaustoffen der Hornzellen gebildet und hat einen sauren pH-Wert. Er ist dafür verantwortlich, dass die Haut nicht austrocknet. In der Regel liegt der Wassergehalt der Haut bei 10 - 20 %. Die Feuchtigkeit bestimmt die Geschmeidigkeit und Elastizität der Haut. Krankheitserregern gibt ein gesunder Säureschutzmantel erst gar keine Chance. Bei Störungen können jedoch Hautunreinheiten
wie z.B. Pickel, Entzündungen oder Juckreiz entstehen.
Gründlich, aber schonend reinigen
Der richtigen Hautreinigung kommt große Bedeutung zu. An der Oberfläche angesammelte Schmutzteilchen, tote Hautzellen, Schweiß, Keime und eventuell
Make-up-Reste müssen entfernt werden. Um die natürliche Hautfunktion nicht zu beeinträchtigen, erfolgt die Reinigung idealerweise möglichst schonend.
Ausschließlich Wasser zum Reinigen zu verwenden reicht jedoch für eine gründliche Reinigung der Haut nicht aus.Wasser allein ist nämlich nicht in der Lage, den Schmutzfilm zu lösen.
Es müssen daher waschaktive Substanzen wie z.B. Seifen, Syndets oder hautreinigende Öle verwendet werden. Da die Haut beim Waschen Fett verliert, kann gespeicherte Feuchtigkeit schneller verdunsten und es kommt zur Austrocknung. Die Haut beginnt zu spannen und zu jucken.
Um die nachteiligen Wirkungen einiger Waschsubstanzen, etwa die Entfettung der Haut, gering zu halten, sollten sie allgemein äußerst sparsam dosiert werden. Idealerweise sollten natürliche, milde Produkte wie z.B.
Flüssigseife oder Reinigungsmilch verwendet werden.
Auch die Art der Wäsche gehört gründlich überlegt. Abzuraten ist vom täglichen Vollbad – Baden laugt die Haut aus und führt zu ihrer
Austrocknung. Hohe Wassertemperaturen und der Einsatz von Schaumbädern verstärken diesen Effekt. Empfehlenswert sind hingegen
pflanzliche Ölbäder, da sie zum Schutz vor der
Austrocknung einen leichten Ölfilm auf der Haut hinterlassen.
Dem Vollbad vorzuziehen sind eine rasche Dusche oder eine Ganzkörperwaschung. Empfehlenswert
ist auch das Nachduschen mit kaltem Wasser, da es die Durchblutung fördert und die Hautporen wieder verschließt.
Richtige Pflege schützt
Die Aufgabe wirksamer Pflegeprodukte ist es, die Haut in ihrer Barrierefunktion zu unterstützen. Der schützende Säuremantel der Haut wird nicht nur durch die
biologische Hautalterung, sondern auch durch schädigende Umwelteinflüsse oder eine falsche Hautreinigung angegriffen und strapaziert. Richtige Pflegeprodukte
geben der Haut verloren gegangene Feuchthaltesubstanzen, Fette und Feuchtigkeit wieder zurück.
Bei der Wahl des optimalen Pflegeproduktes sollte auf den
Hautzustand, aber auch auf die zu pflegende Körperregion geachtet werden.
Hauptpflegeprodukte sind zum größten Teil Emulsionen aus Öl und Wasser. Eine Emulsion entsteht, wenn zwei nicht miteinander mischbare Flüssig-
keiten vermengt werden.
Grundsätzlich kann zwischen Wasser-in-Öl- (W/O) und Öl-in- Wasser-Emulsionen (O/W) unterschieden werden. Wichtigstes Unterscheidungskriterium ist die Reihenfolge bei der Verarbeitung der Inhaltsstoffe und
nicht die Zusammensetzung der Öl- und Wasseranteile.
Mehr zu diesem Thema, sowie einen Praxistest haben wir hier
zusammengetragen.
Bei Wasser-in-Öl-Emulsionen wird das Wasser ins Öl gegossen. Nach dem Einreiben wird die Feuchtigkeit sofort an die Hornschicht der Haut
abgegeben. Währenddessen bildet sich an der Oberfläche ein schützender Fettfilm, der die Feuchtigkeit am Verdunsten hindert. Die Haut wird vor dem Austrocknen bewahrt und bleibt
elastisch. W/O-Pflegeprodukte
sind wasserfest und schützen die Haut langanhaltend vor Austrocknung.
Im Gegensatz dazu wird bei Öl-in-Wasser-Emulsionen das Öl ins Wasser geschüttet. Da diese Methode kostengünstiger ist, werden 95 % aller Pflegeprodukte auf diese Weise hergestellt. Aufgrund ihrer Wasserlöslichkeit geht jedoch die schützende Wirkung rasch verloren.
Beim Inhalt des Pflegeproduktes sollte man folgendes beachten: So wie man beim Essen auf gesunde Zutaten achtet, erkennt man die Qualität eines guten Hautpflegeproduktes an wertvollen und natürlichen Inhaltsstoffen. Auf Konservierungs- sowie Duft- und Farbstoffe sollte zur Schonung der Haut grundsätzlich
verzichtet werden.
Unsere Hautpflege-Tipps für eine schöne und gepflegte Haut
1. Zur Reinigung der Haut eignen sich am besten milde, pH-neutrale Substanzen.
2. Niemals zu heiß oder zu lange duschen oder baden.Verwenden Sie z.B. das Öl-Pflegebad mit hochwertigen Substanzen.
3. Nach der Reinigung der Haut nicht auf die Pflege vergessen. Hierfür eignet sich am besten
die Körpermilch.
4. Hautreinigung und -pflege auf den individuellen Hauttyp abstimmen - die vier grundsätzlichen Typen sind: normale Haut,
trockene Haut, fettige Haut und Mischhaut.
5. Vitaminhaltige Pflegeprodukte schützen die Hautzellen zusätzlich. Die antioxidative Wirkung der Vitamine A, E und C macht
freie Radikale unschädlich. In unvergleichlich hohen Mengen in den Cremekonzentraten enthalten.
6. Bei Bedarf auch mehrmals täglich eincremen, jedoch wenn möglich nicht mehrmals täglich duschen oder baden.
7. Wertvolle W/O- können leicht von O/W-Emulsionen unterschieden
werden: Verteilen Sie etwas von der Creme in Ihrem Handteller. Lässt Sie sich mit Wasser abwaschen, handelt es sich um eine
O/W-Emulsion. Wasser-in-Öl-Emulsionen dagegen sind wasserfest.
8. Schützen Sie sich vor Kälte, Sonne und Wind, um einer vorzeitigen Alterung der Haut vorzubeugen. Die Cremekonzentrate
enthalten daher alle einen leichten Lichtschutz.
9. Eine gesunde und vernünftige Lebensweise verschönert die Haut. Dazu gehören: eine ausgewogene Kost mit viel Obst und Gemüse,
viel Bewegung – vor allem an der frischen Luft, kein Rauchen, ausreichend Schlaf.
10. Täglich zumindest 2 Liter Flüssigkeit trinken, das tut der Haut
spürbar gut.
Wenn Sie noch Fragen dazu haben, benützen Sie einfach unser Kontaktformular.
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